Interkulturelle Konflikte im islamischen Kontext
Lerninhalte
Sensibilisierung und Handlungsstrategien
Einwanderung bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen für das soziale Miteinander mit sich. Besonders in sozialen Einrichtungen, Behörden, Unternehmen und Institutionen, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenleben, -arbeiten oder beraten werden, treten Spannungen und Missverständnisse auf. Unterschiedliche Wertvorstellungen, Erwartungen und Kommunikationsmuster können zu Unsicherheiten und Konflikten führen.
Gleichzeitig nehmen Debatten über islamistische Strömungen und Radikalisierung zu. Damit wächst die Sorge, Anzeichen für problematische Entwicklungen zu übersehen. Wie reagiere ich, wenn jemand den Handschlag verweigert? Was bedeutet es, wenn Jugendliche zunehmend religiöse Argumentationen in den Vordergrund stellen? Und wie kann ich professionell mit Konflikten umgehen, die auf kulturellen Missverständnissen oder religiös geprägten Haltungen beruhen?
Dieses Seminar bietet einen praxisnahen Einblick in interkulturelle Konflikte im islamischen Kontext. Es vermittelt Hintergrundwissen über kulturelle und religiöse Einflussfaktoren sowie Strategien für eine reflektierte und professionelle Kommunikation.
- Islamismus und seine Strömungen: Von den Grauen Wölfen bis zum Neosalafismus
- Salafismus und Wahhabismus: Ursprünge, Ideologien und ihre Verbreitung
- Muslimische Lebenswelten im deutschsprachigen Raum: Einstellungen, soziale Dynamiken und Herausforderungen in Familie, Freundeskreis und Beruf
- Radikalisierungsprozesse: Faktoren, Mechanismen und Präventionsansätze
- Antisemitismus und Verschwörungstheorien unter muslimischen Jugendlichen
- Menschen mit Fluchterfahrung: Integrationspotenziale, interkulturelle Herausforderungen und Konflikte
- Islamophobie und Islamfeindlichkeit: Ursachen, Formen und gesellschaftliche Auswirkungen
- Vielfalt und Identität in der Einwanderungsgesellschaft: Chancen und Spannungsfelder
- Haltung und Umgang mit Unsicherheit und Mehrdeutigkeit: Strategien für den professionellen Umgang
- Interkulturelle Kommunikation in Institutionen: Vermeidung von Missverständnissen und kultursensibles Handeln
- Wertekonflikte: Analyse und Lösungsansätze für Fachkräfte
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte, die beruflich mit interkulturellen Herausforderungen konfrontiert sind – darunter Mitarbeitende aus psychosozialen und medizinischen Bereichen, Behörden, Blaulichtorganisationen, Sicherheitsbehörden, Schulen und weiteren Institutionen.
Hinweis
Referent Mohamed Zakzak
Diplom-Sozialarbeiter, zertifizierter Anti-Aggressivitäts-Trainer, Traumapädagoge, systemischer Berater, Fachkraft für Kinderschutz und Autor
Mohamed Zakzak wurde 1977 im Libanon geboren und kam 1989 als unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland. Nach seinem Studium der Sozialen Arbeit spezialisierte er sich auf interkulturelle Konfliktbewältigung, Jugendgewaltprävention und Radikalisierungsprävention.
Mit langjähriger Erfahrung in der Jugendhilfe und als ehemaliger Teamleiter der Schulsozialarbeit arbeitet er intensiv mit delinquenten Jugendlichen und Clanstrukturen. Er ist Gründungsmitglied des Fachverbands Bürgerbeteiligung und setzt sich aktiv für Inklusion, soziale Gerechtigkeit und Gewaltprävention ein. Als Autor veröffentlichte er Bücher und Artikel zu den Themen Arabische Großfamilien, Islam und Integration sowie Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
Anmeldung bis 05.04.2026
Kooperationspartner
Caritas Vorarlberg
Ifs - Institut für Sozialdienste
Diese Veranstaltung ist mit 16 Fortbildungspunkten für Psycholog:innen anerkannt.
Anmeldung
Die wichtigsten Fakten:
05. May 2026
09:00 - 17:00
Hofer Straße 26,Schloss Hofen - Wissenschaft & Weiterbildung, 6911
Lochau
06. May 2026
09:00 - 17:00
Hofer Straße 26,Schloss Hofen - Wissenschaft & Weiterbildung, 6911
Lochau
Milena Mariño
milena.simonovic@schlosshofen.at
+43 5574 4930 460