Psychotherapie - Grundlagen & Vertiefung
Hochschullehrgang Psychotherapie - Grundlagen und Vertiefung
Schloss Hofen bietet – vorbehaltlich der Genehmigung des Kollegiums der FH Vorarlberg – ab dem Wintersemester 2026 einen Zertifikats-Hochschullehrgang „Psychotherapie – Grundlagen und Vertiefung“ an.
Dieses berufsbegleitende Studium vermittelt eine wissenschaftlich fundierte, praxisbezogene und professionsorientierte Qualifikation für den Beruf als Psychotherapeut:in. Neben dem Erwerb von vertieften theoretischen Kenntnissen steht auch das Erlernen wesentlicher praktischer Fertigkeiten im Zentrum, die als Grundlage für den weiterführenden Ausbildungsabschnitt gemäß dem Psychotherapiegesetz 2024 erforderlich sind. Absolvent:innen werden auf ihre verantwortungsvolle Rolle in der psychotherapeutischen Arbeit vorbereitet.
Der Zertifikats-Hochschullehrgang „Psychotherapie – Grundlagen und Vertiefung“ ist clusterspezifisch (humanistisch) ausgerichtet, insbesondere finden sich Vertiefungen in den beiden therapeutischen Methoden Existenzanalyse und Logotherapie sowie Integrative Therapie.
- Konzept/Profil
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Clusterspezifischer Master
Der Zertifikats-Hochschullehrgang „Psychotherapie – Grundlagen und Vertiefung“ umfasst 90 ECTS und wird als clusterspezifisches, humanistisch ausgerichteter Hochschullehrgang angeboten, mit den methodischen Schwerpunkten Existenzanalyse und Logotherapie sowie Integrative Therapie.
Der Zertifikats-Hochschullehrgang „Psychotherapie – Grundlagen und Vertiefung“ gliedert sich in drei Module:- Modul 1: Methodenspezifische Theorie und Methodik: Grundlagen und Weiterführung
- Modul 2: Grundlagen der Diagnostik und Psychotherapieforschung sowie Theorie und Methoden der Psychotherapeutischen Behandlungspraxis
- Modul 3: Psychotherapeutisch praktische Teile: psychotherapeutisches Praktikum, psychotherapeutische Selbsterfahrung, psychotherapeutische Praktikumssupervision
- Zielgruppe & Kompetenzen
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Zielgruppe
Der Zertifikats-Hochschullehrgang „Psychotherapie – Grundlagen und Vertiefung“ richtet sich an Personen mit einem abgeschlossenen Bachelorstudium mit 180 ECTS (siehe auch Zulassungsvoraussetzungen).
Kompetenzen
Die Absolvent:innen erwerben vertiefte theoretische und praxisrelevante Kenntnisse psychischer Störungen über die gesamte Lebensspanne sowie deren Klassifikation und Diagnostik. Die Orientierung am bio-psycho-sozialen Modell ist die Grundlage für ein umfassendes Verständnis von psychischen Störungsbildern und dessen Anwendung in Diagnostik, Fallverstehen und Therapieplanung. Die Absolvent:innen kennen die Grundprinzipien und Menschenbilder der vier wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Cluster (Verhaltenstherapie, Systemische Therapie, Psychoanalytisch-psychodynamische Therapie, Humanistische Therapie). Schwerpunkt des Masterstudiums ist ein vertieftes Wissen über die methodischen Grundlagen und Vorgehensweisen der Existenzanalyse und Logotherapie sowie der Integrativen Therapie.
Neben den Grundlagen psychotherapeutischer Diagnostik sowie ethischer und rechtlicher Rahmenbedingungen kennen die Absolvent:innen psychotherapeutische Interventionen und Techniken, welche sie planen, umsetzen und evaluieren können.
Die berufspraktischen Erfahrungen, Supervision und Selbsterfahrung führen zu einem professionellen therapeutischen Selbstverständnis. Im Rahmen von interprofessionellen Settings können die Absolvent:innen zielgerichtet kommunizieren und sind in der Gestaltung therapeutischer Beziehungen geübt.
Weiters verfügen die Absolvent:innen über grundlegende Kenntnisse wissenschaftlicher Methoden, Studiendesigns und der evidenzbasierten psychotherapeutischen Versorgung, sie können Forschungsergebnisse interpretieren und in klinisch-praktische Kontexte übertragen. - Lehrformen & Lernen
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Didaktik
Im Zertifikats-Hochschullehrgang „Psychotherapie – Grundlagen und Vertiefung“ werden unterschiedliche didaktische Elemente eingesetzt:
Input und Reflexionseinheiten, Vorträge, Literaturbearbeitung, Team-/Peerarbeiten, Selbststudium, Gruppenpräsentationen, Erarbeitung eigener sowie Diskussion und Bearbeitung von Fallstudien. Im Sinne eines blended learning werden die Vor- und Nachbereitung der Präsenzveranstaltungen durch digitale Lernplattformen unterstützt.
Neben einer effizienten Wissensvermittlung stehen Erfahrungsaustausch und Transfer in die berufliche Praxis im Vordergrund. Dies wird didaktisch unterstützt, indem reflexive, supervisorische und selbsterfahrungsorientierte Lehr- und Lernelemente zum Einsatz kommen. - Leistungsnachweise & Abschluss
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Leistungsnachweise
Zur Kompetenzstandortbestimmung kommen verschiedene qualifizierende Elemente wie schriftliche Prüfungen, Rezensionen, Peergruppen- und Fall-Bearbeitungen, schriftliche Arbeiten sowie Präsentationen zum Einsatz.
Abschluss
Nach positiver Absolvierung aller Prüfungs- und Leistungsnachweise erhalten die Absolvent:innen ein Zertifikat.
- Bewerbung & Zulassung
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Zulassung
Für einen Zugang zum Zertifikats-Hochschullehrgang Psychotherapie - Grundlagen und Vertiefung gelten folgende Voraussetzungen:
Gem. § 12 (1) PThG 2024 dient der zweite Abschnitt der Psychotherapieausbildung der Vorbereitung der Qualifizierung der Studierenden für die handlungskompetente psychotherapeutische Tätigkeit unter Lehrsupervision in einer der psychotherapiewissenschaftlichen Ausrichtungen (Cluster) im Sinne des § 9 PThG 2024 sowie der Qualifizierung für eigenständiges psychotherapeutisch-wissenschaftliches Arbeiten. Der zweite Abschnitt der Psychotherapieausbildung hat sich an den psychotherapiewissenschaftlichen Ausrichtungen (Cluster) gemäß § 7 Abs. 1 PThG 2024 zu orientieren. Gem. § 10 (1) PThG 2024 hat - wer die selbständige Berufsausübung der Psychotherapie beabsichtigt - als ersten Ausbildungsabschnitt ein Bachelorstudium Psychotherapie gemäß § 11 PThG 2024 an einer inländischen anerkannten postsekundären Bildungseinrichtung mit mindestens 180 ECTS-Anrechnungspunkten erfolgreich zu absolvieren.
Dem Abschluss des ersten Ausbildungsabschnittes ist- die erfolgreiche Absolvierung des Bachelor- und Masterstudiums oder Diplomstudiums der Humanmedizin,
- die erfolgreiche Absolvierung des Bachelorstudiums der Psychologie mit mindestens 180 ECTS-Anrechnungspunkten an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung,
- die erfolgreiche Absolvierung des Bachelorstudiums der Sozialen Arbeit mit mindestens 180 ECTS-Anrechnungspunkten an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung,
- die erfolgreiche Absolvierung eines auf ein nicht einschlägiges Grundstudium aufbauendes Masterstudium der Sozialen Arbeit mit mindestens 120 ECTS-Anrechnungspunkten, sofern bis zum Abschluss des Masterstudiums Kenntnisse über wesentliche Inhalte des Grundstudiums Soziale Arbeit im Ausmaß von mindestens 60 ECTS-Anrechnungspunkten erworben wurden, an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung,
- die erfolgreiche Absolvierung eines Masterstudiums mit curricularer Schwerpunktsetzung in Sozialpädagogik mit mindestens 120 ECTS Anrechnungspunkten, sofern bis zum Abschluss des Studiums Kenntnisse über wesentliche Inhalte des Grundstudiums Soziale Arbeit im Ausmaß von mindestens 60 ECTS-Anrechnungspunkten erworben wurden, an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung,
- die Eintragung in die Musiktherapeutenliste gemäß § 19 in Verbindung mit § 8 Musiktherapiegesetz,
- die Berechtigung zur Ausübung eines gehobenen medizinisch-technischen Diensts gemäß § 1 MTD-Gesetz,
- die Berechtigung zur Ausübung des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege gemäß § 27 GuKG,
- die Berechtigung zur Ausübung des Hebammenberufes gemäß § 10 HebG oder
- Zeugnisse gemäß § 1 Z 1 der Lebens- und Sozialberatungs-Verordnung, BGBl. II Nr. 116/2022,
gleichgestellt.
Absolvent:innen eines Lehramtsstudiums oder eines Studiums der Bildungs- bzw. Erziehungswissenschaften können nicht generell, wohl aber im Einzelfall zugelassen werden. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium im Umfang von mindestens 180 ECTS-Anrechnungspunkten (Bachelor-, Magister- oder Diplomstudium). Die Studiengangsleitung prüft das Quellstudium inhaltlich gegen die Anlage Z 1 zum PThG 2024 und stuft es bei hinreichender Abdeckung als fachlich in Frage kommendes Bachelorstudium im Sinne des § 11 PThG 2024 ein (§ 61 Abs. 5 Z 1 PThG 2024). Wesentliche fachliche Unterschiede im Umfang von höchstens 30 ECTS stehen der Zulassung nicht entgegen und werden als Auflage studienbegleitend ausgeglichen; übersteigen die Unterschiede 30 ECTS, liegt kein fachlich in Frage kommendes Studium vor. Die Einstufung wird schriftlich begründet. Vor der Zulassung wird nachweislich darüber aufgeklärt, dass das Erfordernis des ersten Ausbildungsabschnitts für die Zulassung zur Approbationsprüfung nur in den Fällen des § 10 Abs. 2 PThG 2024 entfällt (§ 12 Abs. 1 PTh-AAQV 2024).
Zulassungsvoraussetzung ist ferner eine mindestens zweijährige einschlägige berufliche Tätigkeit oder eine dieser gleichzuhaltenden praktischen Tätigkeiten (Vollzeitäquivalent) im psychosozialen, pädagogischen oder Gesundheitsbereich. Als gleichzuhaltende praktische Tätigkeiten gelten insbesondere Zivildienst, Freiwilliges Soziales Jahr, facheinschlägige Praktika sowie ehrenamtliche Tätigkeiten in Einrichtungen des Gesundheits-, Sozial- oder Bildungswesens. Sie werden idealerweise durch die Bestätigung der jeweiligen Einrichtung im nachgewiesenen Ausmaß (Zeitraum, Stundenausmaß, Tätigkeitsbeschreibung) angerechnet; Teilzeittätigkeiten werden anteilig umgerechnet. Über die Einschlägigkeit entscheidet die Studiengangsleitung.
Die Nachweise der Berufserfahrung sind bis spätestens zum Ende des HLG nachzuweisen.Bewerbungsunterlagen
Für die Bewerbung zum „Zertifikats-Hochschullehrgang Psychotherapie – Grundlagen und Vertiefung“ sind im Rahmen der Onlinebewerbung folgende Dokumente als gesammeltes PDF erforderlich:
- Lebenslauf mit Berufserfahrung und/oder studentisches Engagement bzw. internationale Aktivitäten
im Uploadfeld "Lehrgangsspezifischer Upload" - Nachweis der allgemeinen Universitätsreife "Lehrgangsspezifischer Upload"
- Nachweis der höchsten abgeschlossenen Ausbildung (mindestens auf Bachelorniveau) im Uploadfeld „Lehrgangsspezifischer Upload“
- Motivationsschreiben im Uploadfeld „Lehrgangsspezifischer Upload“
- Reisepass „Lehrgangsspezifischer Upload“
- Passfoto „Lehrgangsspezifischer Upload“
Weiters sind von Bewerber:innen zwei Aufnahme- bzw. Auswahlgespräche mit zwei unterschiedlichen Lehrtherapeut:innen aus den Methoden Existenzanalyse und Logotherapie sowie Integrative Therapie zu führen. Entsprechende Kontaktdaten stellen wir nach erfolgter Anmeldung den Bewerber:innen gerne zur Verfügung.
- Rahmenbedingungen
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Zeitaufwand
Der Zertifikats-Hochschullehrgang „Psychotherapie – Grundlagen und Vertiefung“ erstreckt sich über 5 Semester, in denen Lehrveranstaltungen, Praxisprojekte, Supervision und Selbsterfahrung stattfinden.
Kosten
Die Kosten belaufen sich auf EUR 18.270,- für alle Lehrveranstaltungen, die Praktikumssupervision sowie die Selbsterfahrung.
Der Beitrag für die verpflichtende Mitgliedschaft in der Österreichischen Hochschülerschaft beträgt pro Semester EUR 26,20 (Sudienjahr 2026/2027). - Inhalte (Curriculum)
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Lehrveranstaltung ECTS* M1 METHODENSPEZIFISCHE THEORIE UND METHODIK: GRUNDLAGEN UND WEITERFÜHRUNG 30 LV 1.1: Einführung in die Psychotherapie: Psychologische Grundlagen der Psychotherapie und deren methodenspezifisches Vorgehen 4 LV 1.2: Theoretische Grundlagen der Humanistischen Therapie: Psychologische und psychotherapeutische Grundlagen, Anthropologische sowie philosophisch-theologische Zugänge, Einführung in die Existenzanalyse und Logotherapie sowie Integrative Therapie 8 LV 1.3: Einführung in die Psychotherapeutischen Cluster: Psychoanalytisch-psychodynamische Therapie, Systemische Therapie und Verhaltenstherapie 4 LV 1.4: Psychiatrie - Psychopathologie - Psychosomatik (Einführung in die allgemeine Psychiatrie und Psychosomatik, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Gerontopsychiatrie) 8 LV 1.5: Rechtliche und ethische Grundlagen sowie psychologisch-ethische Zugänge in der Psychotherapie 6 M2 GRUNDLAGEN DER DIAGNOSTIK UND PSYCHOTHERAPIEFORSCHUNG SOWIE THEORIE UND METHODEN DER PSYCHOTHERAPEUTISCHEN BEHANDLUNGSPRAXIS 30 LV 2.1: Grundlagen der Diagnostik und Psychotherapieforschung: Diagnostik und Diagnosesysteme, Diagnostische Methoden und Verfahren in der Psychotherapie, Einführung in die Psychotherapieforschung, Begutachtung und Falldiagnostik 8 LV 2.2: Forschungsmethoden in der Psychotherapie: Quantitative, qualitative und Mixed-Method-Forschungsmethoden in der Psychotherapie, Methodenspezifische Forschung (Existenzanalyse bzw. Integrative Therapie) 8 LV 2.3: Medizinische, pharmakologische und psychosoziale Grundlagen der Psychotherapie: Erste Hilfe, Krisenintervention, Medizinische Terminologie und Psychopharmakologie 4 LV 2.4: Methodenspezifische Grundlagen der Existenzanalyse und Logotherapie sowie der Integrativen Therapie 10 M3 PSYCHOTHERAPEUTISCH PRAKTISCHE TEILE: PSYCHOTHERAPEUTISCHES PRAKTIKUM, PSYCHOTHERAPEUTISCHE SELBSTERFAHRUNG, PSYCHOTHERAPEUTISCHE PRAKTIKUMSSUPERVISION 30 LV 3.1: Psychotherapeutisches Praktikum (375 Std.) 15 LV 3.2: Forschungsprojekt (Existenzanalyse und Logotherapie bzw. Integrative Therapie) 3 LV 3.3: Psychotherapeutische Praktikumssupervision - Existenzanalyse und Logotherapie bzw. Integrative Therapie 3 LV 3.4: Gruppenselbsterfahrung - Existenzanalyse und Logotherapie bzw. Integrative Therapie 9 SUMME 90 * LVS = Leistungspunkte, ECTS = European Credit Transfer System, UE = Unterrichtseinheiten ECTS: Leistungspunkte nach dem „European Credit Transfer and Accumulation System“. Für 1 ECTS ist mit einem Arbeitsaufwand von 25 Stunden zu rechnen.
Der Zertifikats-Hochschullehrgang „Psychotherapie – Grundlagen und Vertiefung“ umfasst 90 ECTS , davon sind 27 ECTS Methodenspezifisch (Existenzanalyse und Logotherapie bzw. Integrative Therapie). Am Ende des zweiten Semesters findet eine Zwischenevaluierung statt, die Teilnehmer:innen können sich anschließend für einen Methodenschwerpunkt entscheiden. Damit verbunden ist auch eine (vorläufige) Mitgliedschaft bei einer der Fachgesellschaften (Existenzanalyse und Logotherapie - GLE bzw. Integrative Therapie - ÖGIT).
Die wichtigsten Fakten:
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LochauSchloss Hofen
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18.270,00 €
zusätzlich ist der verpflichtende ÖH-Beitrag in der Höhe derzeit von EUR 26,20 pro Semester zu entrichten.
Weitere Details:
Zertifikat
Kontaktpersonen