Die Verhaltenstherapie basiert auf einem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell, wobei komplexen Lernprozessen für die Ausformung jeglichen menschlichen Verhaltens (und damit auch psychischen Störungen) ein gravierender Einfluss zugeschrieben wird. Verwurzelt in den klassischen Lerntheorien, bilden nunmehr unter anderem kognitive Theorien und Emotionstheorien sowie die Erkenntnisse neurowissenschaftlicher Forschung die zentralen Rahmenmodelle einer modernen Verhaltenstherapie.

Im Mittelpunkt eines verhaltenstherapeutischen Prozesses steht die exakte Konzeption einer Problemanalyse. Anhand der Problemanalyse  werden Informationen über die konkreten Verhaltensweisen von Klient:innen, deren Kognitionen und Einstellungen, deren Emotionen und auch die körperlichen und physiologischen Reaktionen sowie Systembedingungen und Lebensumstände zu einem individuellen hypothetischen Bedingungsmodell zusammengefasst. Auf dieser Grundlage kann dann ein - auf die speziellen Bedürfnisse der Klient:innen abgestimmtes - therapeutisches Vorgehen mit maßgeschneiderten Interventionen geplant werden. Das breite Repertoire der Interventionen umfasst u.a. Verhaltensübungen (wie Konfrontationsmethoden in sensu und in vivo), kognitive Interventionen (wie Sokratische Gesprächsführung), emotionsbezogene und erlebnisbasierte Techniken (wie die Arbeit mit Stühlen) und achtsamkeitsbasierte Verfahren (beispielsweise Genusstraining). Die therapeutische Beziehung ist geprägt von Empathie, Wertschätzung und Kongruenz, wobei die aktive Mitarbeit der Klient:innen unerlässlich ist, um Autonomie und Selbstwirksamkeitswahrnehmung zu fördern.

Verhaltenstherapeutische Konzepte finden sich inzwischen für sämtliche psychische Störungen und psychische Probleme von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Im Besonderen sind das Angst- und Zwangsstörungen, affektive Störungen wie depressive Syndrome, Abhängigkeitserkrankungen, dissoziative sowie somatoforme Störungen, Persönlichkeitsstörungen und auch psychotisches Erleben.

Neben ihrer enormen Vielschichtigkeit zeichnet sich die Verhaltenstherpie durch ihre Wissenschaftlichkeit und durch ihre, in vielen empirischen Untersuchungen belegte, Wirksamkeit aus.

Die wichtigsten Facts

Beginn: Herbst 2023
Dauer: Berufsbegleitende Ausbildung; ca. 4 - 5 Jahre
Bewerbungsschluss: Sommer 2023
Präsenzmodus: 90 % Anwesenheitspflicht pro Veranstaltung
Abschluss: Eintragung in die Liste der österreichischen PsychotherapeutInnen (beim Bundesministerium für Gesundheit)
Ort: Lochau (Schloss Hofen), Innsbruck (Haus der Begegnung)
Studienplätze: nach Absprache mit der wissenschaftlichen Leitung, max. 20 TN
Wissenschaftliche Leitung: Priv.-Doz. Mag. Dr. Horst Mitmansgruber, Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut (Verhaltenstherapie), Lehrtherapeut, Supervisor, Leitender Klnischer Psychologe an der Ambulanz für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin der Universitätsklinik für Psychiatrie II der Medizinischen Universität Innsbruck; Schwerpunkte der klinischen Tätigkeit im Bereich Persönlichkeitsstörungen/Borderline-Störungen, Angst- und Zwangsstörungen und emotionsfokussierte Verfahren in der Verhaltenstherapie
 Trägerin der Ausbildung: Österreichische Gesellschaft für Verhaltenstherapie, Wien (ÖGVT)
Gesundheit und Soziales

"Das Besondere für mich sind die unterschiedlichen SeminarleiterInnen, von deren individuellen Arbeitsfelder und Persönlichkeit ich sehr für meine Tätigkeit und mein Sein profitieren konnte."

Mag. Heidi M. Sperger,www.in-spe.at
Teilnehmerin des Fachspezifikums für Verhaltenstherapie

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Kontaktpersonen

Mag. Dominik Hagleitner
Pädagogischer Mitarbeiter Programmbereich
»Gesundheit«

 +43 5574 4930 420
dominik.hagleitner@schlosshofen.at

Susanne Grass
Administration Programmbereich »Gesundheit«

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susanne.grass@schlosshofen.at