Die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) wurde in den 80er Jahren von Marsha Linehan als störungsspezifische ambulante Therapie für Patienten mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung entwickelt. In weiterer Folge wurde die DBT von Alec Miller und Jill Rathus für die Arbeit mit jugendlichen Patienten mit Borderline-Symptomen und ihren Familien modifiziert und weiterentwickelt (Dialektisch Behaviorale Therapie für Adoleszente, DBT-A). Sie wurde von Renate Böhme und Christian Fleischhaker für den deutschsprachigen Raum überarbeitet und angepasst.

DBT-A zielt auf eine spezifiche Verbesserung der Emotionsregulation unter Einsatz von Verhaltensmodifiation, kognitiver Umstrukturierung und Verbesserung der Selbst-Akzeptanz durch achtsamkeitsbasierte Methoden. In der Praxis werden Einzel- und Gruppentherapie sowie Selbsthilfemodule unter ambulanten und (teil)-stationären Bedingungen kombiniert. Mittlerweile gilt die DBT als Goldstandard für eine Vielzahl von psychischen Störungen, die mit Problemen der Emotionsregulation einhergehen. Die DBT legt großen Wert auf eine klare Didaktik und eine rasche und einfache Umsetzung in den klinischen Alltag: Es werden therapeutische Kompetenz mit Hilfe von Videos, Rollenspielen, Handouts, elektronischen Tools und individueller Nacharbeit vermittelt. Das Weiterbildungsprogramm orientiert sich am Curriculum des Deutschen Dachverbandes DBT (www.dachverband-dbt.de) sowie an internationalen Standards.

DBT-A FÜR ADOLESZENTE MIT EINER BORDERLINE-STÖRUNG
Menschen mit einer Borderline-Störung leiden unter schweren Problemen der Emotionsregulation, des Selbstkonzeptes und der zwischenmenschlichen Interaktion. Die DBT-A zielt darauf, den adoleszenten Patientinnen und Patienten spezifiche Fertigkeiten zur Bewältigung dieser Problembereiche zu vermitteln, und sie zu ermutigen, diese Fertigkeiten im Alltag umzusetzen. Mittlerweile liegen zahlreiche Studien im ambulanten und stationären Bereich vor, die die Wirksamkeit eindeutig belegen: DBT verbessert die gesamte Psychopathologie, reduziert die Häufikeit von Selbstschädigungen und von stationären Aufenthalten. Auch die soziale Einbindung, Beruf und Partnerschaft normalisieren sich. Dieses Curriculum ist auf die DBT-spezifiche Arbeit mit Adolszenten ausgerichtet.

Zielgruppe

Zielgruppe sind Fachärztinnen und Fachärzte der Psychiatrie, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Psychologinnen und Psychologen sowie Pflgefachkräft aus dem psychiatrischen Bereich. Das DBT-A Programm richtet sich auch an Fachpersonen aus dem intra- und extramuralen Bereich, welche mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen arbeiten. Fachpersonen, welche bereits das DBT Programm absolviert haben, können auch lediglich an den spezifschen DBT-A Modulen teilnehmen (gesamt 8 Tage)

Die wichtigsten Facts

 

Beginn: 12. - 13. April 2021

Bewerbungsfrist: 28. Februar 2021

Dauer: 3 Semester mit 7 Blöcken á zwei Seminartage, berufsbegleitend
Präsenzmodus: Montag und Dienstag oder Donnerstag und Freitag jeweils von 9:00 - 17:00 Uhr
Abschluss: Teilnahmebestätigung des AWP Instituts Freiburg
Ort: Lochau (Schloss Hofen)
Studienplätze: Reihung nach Eingang der Bewerbung

 

Wissenschaftliche Leitung: AWP Institut Freiburg

Referierende:

Tamar Neubauer, M.Sc.
Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, (VT), DBT-Thrapeutin,DBT-Trainerin, Hochschul- und Privatambulanz Institut für Psychiatrische und Psychosomatische Psychotherapie - Zentralinstitut für Seelische, Gesundheit Mannheim

Kerstin Papke
Supervisorin DBT für Sozial- und Pflgeberufe, Trainerin DBT für Sozial- und Pflgeberufe, Coach für Sozial- und Pflgeberufe,Krankenschwester, DBT-Thrapeutin für Sozial- und Pflgeberufe, Heilpraktikerin (Psychotherapie), Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Klinik für Psychosomatik und Medizinische Psychotherapie in Mannheim

Arne Bürger
Dipl. Psych.,DBT-A-Thrapeut, DBT-A-Trainer, vorläufier DBT-A-Supervisor, Kinder- und Jugendlichenpsychtherapeut, VT-Supervisor, stellv. leitender Psychologe, Leitung Forschungsambulanz, Forschungsschwerpunkt: Essstörungen im Kindes- und Jugendalter. Universitätsklinikum Würzburg Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Dr. Ismael Halabi Cabezon
DBT-A-Trainer, DBT-A-Thrapeut , Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und - psychotherapie, Zentrum für Seelische Gesundheit des Kindes- und Jugendalters, Sana-Klinikum Remscheid GmbH Tagesklinik Wuppertal

Dr. Susanne Lieb
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Stv. Chefärztin Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Pfalzklinikum
Trainerin DBT-A, DBT-Therapeutin, Dozentin, Supervisorin (VT), Schwerpunkte: Emotionsregulationsstörungen, Essstörungen, Psychosen

Sven Cornelisse, Dipl. Psych.
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, DBT A Therapeut, DBT A Trainer, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim
 


 

 

Curriculum

Das DBT-A Curriculum umfasst gesamt 14 Ausbildungstage und gliedert sich wie folgt:
Grundlagen- Module: Basis I, Skills I und Skills II (je 2 Tage)
DBT- A spezifiche Module: DBT-A I, DBT-AII, DBT-A III, DBT-A IV (je 2 Tage)

Neben der DBT-A im ambulanten Bereich wird auch die stationäre Arbeit mit der DBT-A vorgestellt und trainiert. Die Art und Weise Skills zu vermitteln und der Umgang mit typischen Problemsituationen wird miteinander erarbeitet. Erworbenen Kenntnisse können dann im letzten Modul vertieft und deren praktische Anwendung verbessert werden.

DBT-A I-IV
Diese Module vermitteln in gesamt 8 Tagen Grundkenntnisse über die DBT für Adoleszente, die Anwendung DBT-spezifischer Strategien und Techniken in der Arbeit mit Jugendlichen und ihren Eltern und die Standard-DBT ergänzenden DBT-Strategien für die Arbeit mit Familien oder Bezugspersonen von Jugendlichen - „Familien-Skills“.

DBT BASIS I, SKILLS I UND II
Diese Kurse vermitteln in 6 Tagen die Grundlagen der Borderline-Störung und der DBT inkl. Skillstraining: Psychopathologie; Diagnostik; Komorbidität; Struktur der DBT; Beziehungsaufbau; Validierungstechniken, Commitment-Strategien; Therapieplanung; Achtsamkeit; Stresstoleranz; Zwischenmenschliche Fertigkeiten; Akzeptanz-basierte Techniken.

Anwesenheitspflicht und Abschluss

Für den Erwerb des Abschlusses ist die regelmäßige, aktive Teilnahme an allen Ausbildungsveranstaltungen erforderlich.

Die Teilnehmenden erhalten nach positiver Absolvierung des Curriculums eine Bescheinigung des AWP Instituts. Diese Bescheinigung gilt als Grundlage für eine spätere
Zertifiierung als DBT-A-Thrapeut. Die spezifichen Fortbildungsrichtlinien sind auf der Homepage des deutschen Dachverbandes Dialektisch Behaviorale Thrapie beschrieben. www.dachverband-dbt.de/index.php/fortbildungsrichtlinien.

Bewerbung

Wir ersuchen Sie, die Anmeldung mittels Anmeldebogen an das Sekretariat von Schloss Hofen zu richten. Der Anmeldebogen ist auf der Website zu finden. Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie per Mail eine Anmeldebestätigung. Zwei Wochen vor Beginn der Weiterbildung senden wir Ihnen die Einladung samt Rechnung zu.

Gebühren

Die Kosten des gesamten DBT-A Curriculums betragen EUR 2.700,-. Darin enthalten sind alle Seminarunterlagen. Dieser Preis ist in zwei Raten zu bezahlen.
Fachpersonen, welche bereits das DBT Curriculum absolviert haben, können auch nur an den DBT-A spezifichen Modulen teilnehmen (begrenzte Platzzahl). Die Kosten für die vier DBT-A Module betragen EUR 1.650,-

Nicht enthalten sind Aufwendungen für Kaffepausen, Mahlzeiten sowie allfällige Nächtigungen am Seminarort.
Preisänderungen vorbehalten

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Kontaktperson

MMag. (FH) Claudia Meusburger
Pädagogische Mitarbeiterin Programmbereich »Gesundheit und Soziales« - Fachbereich Soziale Arbeit

 +43 5574 4930 461
claudia.meusburger@schlosshofen.at