Kompetenzen

Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Grundlage ist die Heilpflanzenkunde (Phytopharmakognosie), die das Wissen um die verschiedenen Pflanzen bereithält und bemüht ist, deren Inhaltsstoffe hinsichtlich ihrer therapeutischen Wirkung für die Medizin nutzbar zu machen.
Die Pflanzenheilkunde basiert teilweise auf traditioneller Medizin. Erfahrungswerte, überliefertes Wissen und Traditionen spielen eine wichtige Rolle. Bei vielen Beschwerden reicht die Behandlung mit Phytopharmaka alleine aus, bei schweren Krankheiten kann man sie adjuvant, unterstützend, mit Erfolg einsetzen.
Dennoch hat das Interesse breiter Bevölkerungskreise an Pflanzlichem und der Wunsch, mit pflanzlichen Arzneimitteln behandelt zu werden, in den letzten Jahren in Österreich enorm zugenommen. Damit ist der Bedarf an kompetenter Information auch im ärztlichen Bereich stark angestiegen.

 

Zielgruppe

Die Aufnahme in den Lehrgang setzt ein abgeschlossenes Medizinstudium voraus, mit der Ausbildung kann aber schon vor Erlangung der selbständigen Berufsberechtigung als Arzt/Ärztin begonnen werden.

Die wichtigsten Facts

Beginn: 4./5. September 2020
Dauer: 1,5 Jahre berufsbegleitend
Bewerbungsschluss: 31. Juli 2020
Präsenzmodus: 8 Module zu je 1,5 Tagen Freitag und Samstag (alle 8 Wochen)
Abschluss: ÖÄK-Diplom
Ort: Lochau (Schloss Hofen) und Ärztekammer Tirol, 6020 Innsbruck
Wissenschaftliche Leitung: em. o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Kubelka, Department für Pharmakognosie, Pharmaziezentrum der Universität Wien

Curriculum

Lehrveranstaltungen Stunden
Phytotherapie: Möglichkeiten und Grenzen, von der Pflanze zum Arzneimittel, Arzneiformen, Chemie pflanzlicher Wirkstoffe, Phytopharmaka bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen     12
Grundlagen der Pflanzenkenntnis, heimische Arzneipflanzen mit Freilandexkursion, Phytotherapie bei psychischen Erkrankungen     12
Vergiftungen durch Pflanzen, heimische Giftpflanzen mit Freilandexkursion, Phytopharmaka bei Erkrankungen des Urogenitaltraktes     12
Phytotherapie in der Schwangerschaft, Stillzeit, Pädiatrie, Gynäkologie, Interaktionen, unerwünschte Wirkungen     12
Phytopharmaka bei Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, in der Dermatologie     12
Phytotherapie in der Schmerzbehandlung, bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und in der Onkologie     12
Phytopharmaka bei Atemwegserkrankungen, Verschreibungspraxis in der Phytotherapie – Phytorezeptur     12
Phytotherapie bei geriatrischen Patienten, Gesetzliches Arzneimittel,- Lebensmittelgesetz, Fallbesprechungen, Prüfung     12
GESAMT     96

Leistungsnachweise

Den Abschluss stellt die Diplomprüfung dar, die nach Absolvierung der Ausbildung abgelegt werden kann. Prüfungsgegenstand ist der Inhalt aller acht Ausbildungseinheiten.
Vom Kandidaten/von der Kandidatin ist ein Fallbeispiel (möglichst aus der eigenen Praxis) schriftlich auszuarbeiten und spätestens vier Wochen vor der Prüfung einzusenden; die Präsentation und Diskussion dieses Fallbeispiels ist Teil der Prüfung.

Abschluss

Die Absolventinnen und Absolventen erhalten am Ende ein Diplom der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (ÖGPHYT). Ärzte und Ärztinnen, die Mitglied der Österreichischen Ärztekammer sind, können mit diesem Nachweis um das ÖÄK-Diplom ansuchen.

Zulassung

Die Aufnahme in den Lehrgang setzt ein abgeschlossenes Medizinstudium, die Eintragung in die Ärzteliste und den Umgang mit Patienten voraus.

Bewerbung

Für die Bewerbung zum Lehrgang ist der ausgefüllte Bewerbungsbogen und eine Kopie der Ausbildungszeugnisse an Schloss Hofen zu übermitteln.

Gebühren

Die Lehrgangsgebühr beträgt EUR 1,860,-. Dieser Betrag ist in drei Raten zu je EUR 620,- zu bezahlen.

Downloads

Kontaktpersonen

Dr. Elmar Fleisch
Leiter Programmbereich
»Gesundheit und Soziales«

  +43 5574 4930 422
 elmar.fleisch@schlosshofen.at

 

Caroline Ebner
Administration 

 +43 5574 4930 440
 wirtschaft@schlosshofen.at